Wie ein Fanal flattern die langen Haare im eisigen Dezemberwind. In gekonnter Denkerpose wiegt Wolfgang Kück das im abgelaufenen Jahr ein wenig voller gewordene Kinn in seiner rechten Hand, als wolle er die frisch restaurierten Fassaden am Görlitzer Untermarkt mit zusammengekniffenen Augen Meter für Meter abtasten, um sie einzubrennen in seinen architektonischen Speicher, auf die Festplatte aus Erinnerungen an alle Bauten, die er schon geplant hat und errichtet in seinem langen Berufsleben. |